Dienstag, 30. September 2014

Tutorial Freihandstickerei/Nähmalen

For my englisch guests if you have trouble with the google translation on the right feel free to ask me! I will answer as fast as I can. Thx

Nachdem sich vorgestern soviele ein kleines Tutorial zum Thema Freihandstickerei/ Nähmalen mit der "normalen" Nähmaschine gewünscht haben, habe ich mich breitschlagen lassen das Tutorial zu machen.


Ich dachte mir dabei gestern oh eine gute Gelgenheit das Billiggarn endlich damit zu verarbeiten.
Ganz ehrlich hätte ich euch dieses Tutorial nicht versprochen, hätte ich während des Freihandstickens am liebsten alles hingeschmissen gestern. Warum? Ich zeig es euch kein Problem!

Das hier war der Grund der mich in den Wahnsinn getrieben hat und warum ich euch sagen muss FINGER WEG vom BILLIGGARN ihr tut euch, euren Nerven und eurer Maschine absolut keinen Gefallen mit diesem Plunderzeug!

Das was ihr hier auf dem Foto seht ist mir gestern allein in der ersten Stunde als ich mit dem Projekt gestartet bin 18 Mal passiert. Nach diesem 18 Mal war ich dann schon so genervt das ich die Abdeckeckung der Maschine weggelassen habe. weil ihr werdet es euch sicherlich denken können es ist mir währendessen ich für euch das Projekt gemacht habe andauernd passiert.

Tut euch, euren Nerven und eurer Maschine selbst einen Gefallen und kauft euch gescheites Garn. Ich habe gestern zwischen Zeitlich um keinen Nervenzusammenbruch zu erleiden auf das gute Amann Mettler Garn gewechselt und konnte mal
"STÖRUNGSFREI" arbeiten ohne meine Arbeit für das beheben dieses Fehlers oder das damit verbundene Neueinfädeln unterbrechen zu müssen.

 
SERALON             &           POLY SEEN
AMANN METTLER

1. Schritt: Alle benötigten Utensilien bereitlegen.

- Garne 
- Handstickrahmen ( nicht höher wie 8mm) da er sonst nicht unter die Maschine passen wird.
- Stickvlies
- jede Menge Nähmschinennadeln am besten geeignet Sticknadeln
- 1 Stück Küchenpapier
- viele Unterfadenspulen für jede Farbe eine Spule. je nach Größe des Motives auch mehr somit könnt ihr Schnell die Unterfadenspule wechseln 
- Stück Stoff das ihr Besticken möchtet
- Kopierstift für Stickmotive es gibt noch eine andere Möglichkeit zu der komme ich später

2. Schritt: Maschine umbauen:

>>> FÜR DAS STICKEN IST EINE STICKFUß EIGENTLICH UNERLÄSSLICH <<< 
Dieser Fuß ist in der Regel nicht bei den Maschinen mit dabei außer bei den hochpreisigen Modellen sowie bei einer Näh-Stickkobinationen, ansonsten heißt es Optionales Zubehör für eure Maschine und muss separat erworben werden meist kostet dieser Fuß je nach Hersteller zwischen 7- max 20€
Ihr werdet sehen und feststellen das ich die ganze Zeit ohne diesen Stickfuß arbeite schlicht weil ich ihn selbst noch nicht gekauft habe.

Ok kommen wir zum Umbau bzw. was ihr alles machen müsst. Es gibt Maschinen bei denen kann man den Transporteur mit einem Hebel versenken meist bei Maschinen zu finden die die Spulenkapsel auf der Stichplatte haben. Bei mechanischen Modellen ist das eigentlich nicht der Fall außer bei ganz alten Modellen oder Modellen mit einem Nähtisch mir fällt da zum Beispiel gleich die alte Veritas aus DDR Zeiten ein.
die neuere Generation der mechanischen Haushaltsmaschinen hat in der Regel eine sogenannte Stopfplatte
im mitgelieferten Zubehör dabei, diese wird über den Transporteur geklickt und dieser somit abgedeckt.

 3. Schritt: Gewünschtes Motiv auf den Stoff Zeichen, oder das Gewünschte Motiv mit von einer Vorlage mit einem Kopierstift nachzeichen und mit dem Bügeleisen aufbügeln.
Wer nicht Zeichen kann oder keinen Kopierstift hat nimmt die Vorlage klebt sie Mit Maskingtape auf ein Fenster legt den Stoff auf und zeichnet nach.

4. Schritt: Soff vorbereiten und in den Handstickrahmen einspannen.


Ich habe für mich herausgefunden das unter dem Stoff eine Lage Vlies und ein Küchenkrepp gut funktionieren wie das bei euch sein wird müsst ihr mal selbst austesten.
Das ganze wird dann in einen Handstickrahmen eingespannt bitte nicht höher als 8mm da dieser sonst nicht unter die Maschine passt.
Allerdings müsst ihr als beim mit der Hand sticken das ganze anders als normal einspannen.

Und zwar nehmt ihr erst den Außenrahmen  legt ihn auf den Tisch und legt alle "Stofflagen" auf den Außenrahmen dann nehmt ihr den Innenring und drückt die Stofflagen hinein, danach das ganze glatt ziehen das der Stoff faltenfrei im Handstickrahmen liegt und den Stoff im Rahmen Spannen.

Das ganze sollte dann so aussehen:


Tut euch selbst einen gefallen bevor ihr anfangt und steckt den überstehenden Stoff mit Nadeln oder Paperfoltklammern zusammen so das er euch beim Freihandsticken nicht stört und ihr nicht Gefahr lauft beim drehen das sich der Stoff unter den Rahmen legt und ihr diesen mit fest stickt. Ich hab es nämlich zwei mal geschafft und musst noch einmal von vorn Anfangen. 

5. Schritt Motiv "ausmalen"
dazu die Stichlänge der Maschine auf 0 Stellen ist eigentlich egal, weil durch die Stopfplatte bzw. den versenkten Transporteur keine Stofftransport stattfindet und ihr diesen durch eure Bewegen selbst steuert.
Zwei Sticharten die ihr zum Ausfüllen eures Motives nehmen könnt zum einen den Gradstich oder einen sehr kleinen Zickzackstich. Alle andren Stiche sind dafür ungeeignet. Welchen ihr nehmen wollt ist euch überlassen und Geschmackssache. Man kann auch beide verwenden da dies jeweils andere Füllmuster gibt.
Fadenspannung könnt ihr erstmal auf normal oder AUTO lassen, sollten sich allerdings Schlaufen bilden dann müsst ihr die Fadenspannung reduzieren bei mir hat sich eine Fadenspannung von 1 1/2 bis 2 als gut herausgestellt. Und nicht vergessen den Nähfußhebel zu senken auch wenn kein Nähfuß dran ist da sonst die Spannungsscheiben keine Spannung haben und das Garn einfach nur so durch läuft und sich definitv Schlaufen bilden.
Habt ihr einen Stickfuß dran müsst ihr den Nähfuß eh senken.


Bei den ersten Stichen den Oberfaden festhalten bis ihr sicher seit das sich der Faden nicht mehr löst, kurz anhalten und den Oberfaden abschneiden.

Fangt an eure Flächen auszufüllen auf die Bewegung und die Geschwindigkeit kommt es dabei an. Tretet ihr euren Fußanlasser voll durch und bewegt den Stickrahmen zu langsam Frisst sich das Garn fest. Tretet ihr den Fußanlasser hingegen nur halb druch und bewegt den Handstickrahmen schnell reißt euch der faden oder es bilden sich unterm Stoff schlaufen, knoten oder Garnnester. Hier heißt es wirklich üben üben üben.
Es ist am Anfang gar nicht so einfach den Dreh herauszubekommen. Aber mit der Zeit wird es besser.
Es dauert eine ganze Weile das Motiv auszusticken das ist ebend mal nicht schnell gemacht. Nehmt euch Zeit. Und ihr werdet je nach Motivgröße eine große Menge an Garn benötigen. Wichtig ist auch das Unterfaden und Oberfaden farblich immer zusammenpassen fals sich doch einmal schlaufen bilden








6. Schritt: Wenn ihr das Motiv fertig ausgestickt habt nehmt ihr es aus dem Rahmen und entfernt das Küchenkrepp und überflüssiges Stickvlies. Ihr könnt das Motiv danach noch auswaschen wenn nötig.



Wenn ihr Fertig seit dann sollte das in etwa so aussehen. Nicht traurig sein wenn es nicht gleich funktioniert, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. An diesem Motiv habe ich ca. 8-9 Stunden gesessen.









Freitag, 26. September 2014

Ich habe dem billig Garn den Kampf angesagt und mich dabei gleich im Freihandsticken mit der Nähmaschine versucht



Ich habe mich schon längere Zeit über mein "altes" Nähgarn geärgert. Man sieht irgendwo bei irgend einem Discounter Nähgarn im sogenannten Angebot und schlägt zu und kauft dann tatsächlich diesen Entschuldigung Plunder und beim Nähen ärgert man sich wie verrückt, weil es entweder alle paar Stiche reißt, es fusselt oder franst oder es irgendwo hängen bleibt. Man ist dann nur mit Einfädeln beschäftigt oder damit irgendwelche Kötchen aus dem Nähprojekt zu fummeln. Hat man dann tatsächlich mal ein Projekt damit beendet sieht die Maschine aus wie Sau.

Da ich schon länger Nähe habe ich festgestellt und es ist so, Qualität zahlt sich wirklich aus und wer länger Freude an diesem Hobby haben möchte sollte nicht am falschen Ende sparen. Nähen ist und war schon immer ein teures Hobby, aber grade am Garn sollte man wirklich nicht sparen. Ich verbrauche auch nur noch die letzten Reste des Discountergarns und dann wars es das.

Ich habe mich jetzt für Nähgarn von einer deutschen Firma entschieden und zwar von der "Amann Group Mettler" . Und was soll ich sagen ich bin verliebt in dieses Garn, endlich mal ein Projekt beendet ohne das mir der Faden beim Nähen gerissen ist und meine Maschine mal nicht ausgesehen hat als wäre sie in einem Staubsauger gelandet.

Die Firma gibt es jetzt seit 1883 wo sie ihre ersten Erfolge mit einer Stickerei feierten. 1954 hatte Amann als Nähgarnhersteller das erste Polyesternähgarn entwickelt was man für Seide, Baumwolle und Polyster verwenden konnte.



SERALON (links) ist das Universalnähgarn aus 100% Polyester und eignet sich u.a. gut für das Nähen von Bekleidung aber auch für Baumwolle, Mischgewebe, Leinen oder Seide. Ich hab es heute schon zum nähen verwendet und als Universalgarn top es fusselt und fanst absolut gar nicht.

POLY SHEEN (mitte) ist ein Garn für Stick- und Dekorativnähte kann aber auch für Stark beanspruchte Textilen zum nähen verwendet werden. Aus eigerner Erfahrung kann ich sagen das es weder beim nähen noch beim Sticken reißt, ich hatte es heute im Dauereinsatz und ich habe den Fußanlasser der Maschine wirklich bis zum Anschlag durchgetreten, wenn schon dann richtig und was soll ich sagen es war toll. Eines der absolut besten Garne die mir je in die Hände gefallen sind.

AMANDA (rechts) gut geeigent zum Nähen aber auch für Hand- und Maschinenstickereien Seidener Materialien. Da es aus 100% Seite ist.


Was ich absolut toll finde die Firma Amann Metteler denkt mit jede Garnrolle hat eine Kerbe wo man den Anfang des Garnes befestigen kann und somit nicht ständig den Anfang des Garnes suchen muss.

 Ich probierte mich heute auch gleich einmal im Freihandsticken mit der Nähmaschine, ich fand diese Technik schon ein ganze Weile recht interessant, konnte mich aber nicht aufraffen, da ich bis gestern noch mit meinem Studium zutun hatte. Ein befreundeter Blogger http://miandres-kunst.blogspot.de/2013/05/zweiter-versuch-klatschmohn-tag-3.html betreibt diese Hobby schon eine ganze weile und recht erfolgreich wie ich finde wenn ich sehe was der kreative Merlin hier so alles zaubert ist das schon wahnsinnig beeindruckend da kann ich mit meiner kleinen Blume natürlich nicht mithalten, aber ich finde für meinen ersten Versuch ist es gar nicht so schlecht gelaufen und das ohne Stickfuß. Den muss ich mir irgendwann auch noch einmal zulegen. Und ich werde noch ein wenig üben :-)  einfacher gehts definitiv mit einem Stickfuß.
Vielleicht werde ich wenn ich ein wenig mehr Übung habe ein kleines Tutorial dazu machen wenn Interesse bestehen sollte. Jetzt heißt es erstmal Üben, Üben und Üben. Schaut ruhig mal bei Merlin auf der Seite und lasst euch inspirieren :-)

Hier mal ein paar Bilder von meinen Versuchen die ich euch naturlich nicht vorenthalten möchte:


 
fast fertig nur noch ein paar Linien.




Dienstag, 23. September 2014

Schluss mit Kopfhörerkabelsalat in Rucksäcken und Taschen endlich...
Manchmal liegt das einfache doch so nah! 



Samstag, 20. September 2014

Aufbewahrungstasche für meine Schneidematte und meine Schneiderlineale

Da ich nach dem Nähen immer alles wegräumen muss, weil ich kein Nähzimmer habe und auch nicht den Platz alles stehen zulassen hab ich in zwei Tagen eine Aufbewahrungstasche für meine Schneidematte und meine Schneiderlineale genäht.
Fazit nie wieder Tchibodruckknöpfe!

Die Anleitung gibt es hier: http://dreltonkreativ.blogspot.de/p/nahen_3.html



Freitag, 19. September 2014

Nähgewichte selbst genäht!

Da ich künftig mehr Bekleidung nähen möchte, aber beim Zuschnitt nicht gern mit Stecknadeln arbeite habe ich mir Nähgewichte genäht, den Link zur Anleitung gibt es hier:

http://dreltonkreativ.blogspot.de/p/nahen_3.html



Der schnelle Weg Schrägband zu formen

Heute kam meine  Schneidematte Größe A1 , Das Lineal sowie der Rollschneider und dazu Die Schrägbandformer! Und was soll ich euch sagen Ich liebe sie jetzt schon... Das macht den Stoffzuschnitt für diverse Nähprojekte einfacher und vorallem schneller!
Ich kann euch die Sachen von Snaply wärmstens empfehlen.

Wenn ihr schon Lange überlegt euch eine Schneidematte zu zulegen dann ab zu Snaply der Preis ist unschlagbar und die Qualität einfach Top!


               
                         Blaue Seite cm Angabe.                   Rote Seite inch Angaben.
  

Anleitung zum schnellen Schrägband herstellen:

Den Trick hat mir ein bekannter Quilter von mir verraten und das macht das Herstellen des Schrägbandes um einiges einfacher und schneller.

1. Die Stoffstreifen für den Schrägbandformer zurecht schneiden. Normal wird der Stoff im  45 Grad Winkel zugeschnitten, bei diesem Trick einfach lange Streifen in der benötigten Länge zuschneiden.

  6mm Schrägbandformer =  13mm/1.3cm 
12mm Schrägbandformer =  24mm/2.4cm
18mm Schrägbandformer =  36mm/3.6cm
25mm Schrägbandformer =  48mm/4.8cm

Bei sehr dünnen Stoffen  jeweils ca 2 mm mehr hinzugeben.

2. Die Stoffstreifen überlappend rechts auf rechts zusammenlegen und die Ecken Sreifen wie auf dem Foto gezeigt feststecken.


Für den nächsten Streifen. Das untere Ende des Stoffes einmal umdrehen und den nächsten Streifen wieder rechts auf rechts zusammenstecken.



3. Die Stoffstreifen von der oberen Ecke mit der Stecknadel zur unteren Ecke mit der Stecknadel diagonal zusammennähen. Hintereinander alle Streifen so zusammennähen.



4. Stoffstreifen von einander trennen und das Lineal mit der 0,5cm Markierung auf  die Naht legen und mit dem Rollschneider alles Überstehende abschneiden.




Überstehende Enden abschneiden.


Danach die Nähte auseinanderbügeln.

5. Den Anfang des Stoffstreifens im 45 Grad Winkel abschneiden und in den Schrägbandformer einführen.




6. Den Stoffstreifen Bügeln und dabei den Schrägbandformer Stück für Stück weiterziehen.


Fertig...

Viel Spaß beim schnellen selbermachen des Schrägbandes.